22.09.2026
Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe – Diakonie RWL appelliert an die Bundesregierung, das angekündigte Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) grundlegend nachzubessern.
„Die Pflege braucht endlich eine nachhaltige Strukturreform statt kurzfristiger Sparmaßnahmen“, erklärt Kirsten Schwenke, Vorständin der Diakonie RWL. Zwar sei die finanzielle Stabilisierung der Sozialen Pflegeversicherung notwendig, sie dürfe jedoch nicht zulasten von pflegebedürftigen Menschen, Angehörigen und Pflegeeinrichtungen erfolgen. „Die Diakonie RWL sieht insbesondere die Gefahr, dass vermeintliche Sparmaßnahmen lediglich Kosten verlagern und langfristig sogar höhere Ausgaben verursachen könnten. Dringend notwendig sind aus unserer Sicht verlässliche Rahmenbedingungen für die pflegerische Versorgung, eine vollständige Refinanzierung der tatsächlichen Kosten, weniger Bürokratie sowie eine deutliche Stärkung pflegender Angehöriger.“
Um auf die Auswirkungen der geplanten Reform aufmerksam zu machen, hat die Diakonie RWL gemeinsam mit pflegebedürftigen Menschen, pflegenden Angehörigen, Mitarbeitenden aus der Pflege und Geschäftsführungen von Trägereinrichtungen eine Kampagne gestartet. Unter dem Titel „Das passiert, wenn das PNOG wirklich so kommt…“ schildern Betroffene und Verantwortliche in kurzen Statements ihre Erwartungen an eine zukunftsfähige Pflegepolitik und ihre Forderungen an die Bundesregierung.
Zur Kampagnenseite geht es hier: www.diakonie-rwl.de/pnog
Dort können Sie die Statements nachlesen oder die Stimmen im Originalton in Videosequenzen anschauen und nachhören.

