Diakonie - Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH  
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Das Konzept, auf das wir bauen

Professionelle Betreuung in Regelwohngruppen.

Zur erzieherischen Hilfe und Entlastung ihrer Herkunftsfamilien leben die Heranwachsenden in so genannten Regelwohngruppen, die ihnen ein neues Lebensfeld anbieten. Der emotionale Bezugspunkt bleibt meist die Familie; eine Rückkehr dorthin wird angestrebt oder bleibt zumindest offen.

Ist diese Perspektive nicht denkbar, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • das Kind bleibt in einer Außenwohngruppe,
  • es wird in eine Pflege- oder Adoptivfamilie vermittelt,
  • ältere Jugendliche oder junge Volljährige werden innerhalb des „Hauses an der Dorenburg“ auf ein selbständiges Leben vorbereitet und in einer eigenen Wohnung betreut.

Folgende Regelwohngruppen stehen zur Verfügung

Mädchenwohngruppe Schwingboden

In dieser Wohngruppe können Mädchen von 8 bis 14 Jahren leben. Sie ist als Familien ersetzendes Angebot konzipiert und daher besonders geeignet für eine längerfristige Unterbringung jüngerer Kinder sowie Geschwisterkinder. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern statt. Durch ein verlässliches emotionales Beziehungssystem und eine klare Regelstruktur können Entwicklungsdefizite aufgearbeitet und ausgeglichen werden. Eine ganzheitliche positive Entwicklung der Mädchen steht dabei im Mittelpunkt der erzieherischen Arbeit.

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Wohngruppe Hülserdonk

Sie bietet Platz für Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 18 Jahren, die aufgrund ihrer bisherigen Biographie und ihrer aktuellen Lebenssituation nicht mehr in ihrer Familie leben können. Häufig haben die Jugendlichen in ihren Familien sexuellen Missbrauch und Gewalt erleben müssen, was zu nachhaltigen Störungen in der emotionalen Entwicklung führte. Verhaltensauffälligkeiten, die daraus resultieren, sind im Bereich von Schulverweigerung, Drogenkonsum, sexueller Verwahrlosung, Aggressionen und krimineller Delinquenz angesiedelt. Über eine intensive Beziehungsarbeit wird individuell mit jedem Jungen und Mädchen eine eigene Lebensperspektive entwickelt und gemeinsam an der Umsetzung dieser Ziele gearbeitet. Die Wohngemeinschaft stellt zusätzlich ein kompetentes Angebot für Jungen und Mädchen aus anderen Kulturkreisen dar.

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Mädchenwohngruppe Prinzenstraße

Die Mädchenwohngemeinschaft bewohnt ein Mehrfamilienhaus sehr zentral gelegen im Stadtteil Duisburg - Duissern. Im Haus befinden sich ebenfalls 2 Trainingswohnungen. Die Gruppe bietet Platz für 7 Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Sie stellt einen besonderen Schutz- und Schonraum für Mädchen mit Missbrauchs- und Gewalterfahrungen dar. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer weiblichen Identität, da viele der hier lebenden Mädchen sexuelle Übergriffe erlebt haben. Folgeerscheinungen sind häufig Essstörungen, Drogenkonsum, autoaggressives Verhalten und/oder psychische oder physische Verwahrlosung.

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Mädchenwohngruppe Siedlerweg

Diese Gruppe richtet ihr Angebot ebenfalls an Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren und arbeitet nach den gleichen Grundsätzen wie die Wohngemeinschaften Hülserdonk und Prinzenstraße. Häufige Verhaltensauffälligkeiten können Schulverweigerung, Drogenkonsum, Essstörungen und Entweichungen sein. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit der der Schule für Erziehungshilfe und der Schule für Lernbehinderte statt.

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Professionelle Betreuung in einer Intensivwohngruppe (§ 35a SGB VIII)

Jungen Frauen, deren Persönlichkeitsentwicklung durch eine seelische Behinderung erheblich gestört ist, kann innerhalb unserer Regelwohngruppen nicht angemessen geholfen werden. Für sie gibt es folgendes Intensivangebot:

Wohngemeinschaft Färberland

Sie ist eine Gruppe für heranwachsende junge Frauen ab 17 Jahren, die oftmals unter psychosomatischen Störungen oder psychischen Erkrankungen leiden und daher nur bedingt in der Lage sind, den alltäglichen Anforderungen des Lebens gerecht zu werden. Die üblichen, altersadäquaten Verselbständigungsangebote stellen immer eine Überforderung dar. Einer schulischen oder beruflichen Ausbildung kann meist nicht nachgegangen werden. Eine intensive therapeutische Begleitung bis hin zu Klinikaufenthalten in akuten Krisensituationen ist häufig notwendig.

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Das angeschlossene Betreute Wohnen (ABW)

Für das ABW werden durch das Haus an der Dorenburg für die weitere Verselbständigung der Frauen einzelne Wohnungen angemietet. Dort können sie in einem Zeitraum von 3 Monaten erproben, ob sie in der Lage sind, den Anforderungen an ein Leben in der eigenen Wohnung gerecht zu werden. Die Frauen werden auch dort durch 2 Betreuerinnen der WG Färberland betreut.

Das Konzept des Jugendhilfebüros

Neben den bisher genannten stationären Hilfeformen gibt es auch ambulante Angebote, die durch unser Jugendhilfebüro abgedeckt werden. Jugendliche und junge Volljährige erhalten von uns Hilfe mit dem Ziel, außerhalb der Herkunftsfamilie und der betreuenden Einrichtung ein eigenverantwortliches Leben zu führen. Der junge Mensch wird in allen Fragen seiner persönlichen Entwicklung sowie einer selbständigen Lebensführung beraten und unterstützt. Angestrebt wird das eigenständige Wohnen in einem Appartement oder einer Wohnung. Die Voraussetzungen hierfür sind: Selbständigkeit, alltagspraktische Fähigkeiten, soziale Kompetenzen, Einteilung des Wirtschaftsgeldes, das Nachgehen einer regelmäßigen Tätigkeit, psychische Stabilität und die Bereitschaft, im Betreuungskontext mitzuarbeiten. Darüber hinaus bieten wir Mutter-Kind Betreuung, flexible Erziehungshilfen und sozialpädagogische Familienhilfe an.

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